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PCB, PCP und PAK



Hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkung der einzelnen Stoffe, der wesentlichen gesetzlichen Grundlagen, Grenzwerte etc. verweisen wir auf die unten stehende Systematik zu den organischen und anorganischen Schadstoffen.


PCB

Polychlorierte Biphenyle (PCB) gehören zu den starken Umweltgiften. Weltweites Aufsehen erregten zwei Massenvergiftungen mit PCB. Im Jahr 1968 wurden 1.800 Japaner und im Jahr 1979 wurden 2.000 Taiwanesen durch mit PCB verunreinigtes Reisöl vergiftet.
Im Hochbau fand PCB aufgrund seiner technischen Eigenschaften als Flammschutzmittel und als Weichmacher von Kunststoffen Anwendung. Es wurde in dauerelastischen Fugenmassen, Kabelummantelungen uns Anstrichstoffen offen eingesetzt. Innerhalb geschlossener Systeme fand es Anwendung in Öltransformatoren, Kondensatoren, Drosselspulen, Zündern von Leuchtstofflampen etc. Außerhalb des Baubereichs wurde es auch in Druckerzeugnissen und Spezialpapieren eingesetzt.
PCB ist technisch einfach und ökonomisch günstig herstellbar. Die industrielle Produktion begann 1929 und fand in den Jahren von ca. 1955 bis 1975 ihren Höhepunkt. 1978 wurde die Anwendung in offenen Systemen verboten, ab 1989 gilt ein generelles Verwendungsverbot für PCB mit dem Grenzwert von > 50 mg/kg. Seit dem Jahr 2000 ist auch die Verwendung PCB-haltiger Kondensatoren verboten.
PCB zeichnet sich durch die Bildung so genannter Sekundärquellen in porösen Baustoffen und Einrichtungsgegenständen aus. Beton und Mauerwerk können an den Kontaktstellen zu PCB-haltigen Fugenmassen 10% ihres Eigengewichts an PCB aufnehmen. Die Sanierung PCB-haltiger Baustoffe muss immer auch das Aufspüren und die Behandlung von Sekundärquellen einschließen.


PCP, Lindan und DDT

Pentachlorphenol (PCP) und vergleichbare Chemikalien wie Lindan und DDT gehören zu den Pestiziden, die gegen Mikroorganismen als Fungizid, gegen Pflanzen als Herbizid und gegen Insekten als Insektizid eingesetzt wurden.
Hochbauseitig wurden diese Chemikalien primär als Holzschutzmittel eingesetzt. Da diese auch in Baumärkten und im sonstigen Handel verfügbar waren, fanden u.a. Xylamon- und Xyladecor-Produkte starken Absatz. Sie wurden in Millionen von Haushalten aber auch in sonstigen öffentlich zugänglichen Gebäuden eingesetzt. Ganze Familien wurden gesundheitlich schwer beeinträchtigt. Häufig führte der Einsatz dieser Mittel zum Tod der Bewohner. Da PCB ausgaste und sich in porösen Stoffen als Sekundärquelle festsetzte, mussten in schweren Fällen ganze Wohnhäuser inklusive der darin befindlichen Ausstattung, Bücher, Kleidung etc. aufgegeben werden. Außerhalb des Hochbaus fanden die o.g. Mittel bei der Herstellung von Ledern, Textilien, Wollteppichen oder Papieren Anwendung. Auch bei der Sanierung von Hausschwamm wurde PCB eingesetzt.
Das Jahr 1945 gilt als Beginn der industriellen Fertigung. Im Jahr 1978 wird die Kennzeichnung PCP-haltiger Zubereitungen vorgeschrieben. Erst im Oktober 1986 wird die Anwendung PCP-haltiger Holzschutzmittel in Innenräumen verboten. Ein weit reichendes Anwendungsverbot tritt 1989 mit Erlass der PCP-Verbotsverordnung in Kraft.
Wie bei der Sanierung von PCB muss bei PCP auf die Beseitigung von Sekundärquellen geachtet werden.



PAK

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK's) sind ringförmige Kohlenwasserstoff-Verbindungen, deren Struktur aus mehreren miteinander verbundenen Benzolringen besteht. Sie sind als Dauergifte weit verbreitet und weisen eine hohe Stabilität auf. Sie sind nachweislich krebserregend. PAK's sind in extrem hohem Maß in Steinkohleteerprodukten und in geringerem Maß in Bitumenprodukten enthalten. Sie entstehen aber auch in Autoabgasen, Dieselruß, Tabak-, Grillrauch oder Räucherkerzen.
Im Bautenschutz haben PAK's zur Feuchtigkeitsisolierung in zahlreichen Teer- und Bitumenprodukten Anwendung gefunden. Weitere Anwendungen waren Asphalt-Fußbodenbeläge, Parkettkleber, Spachtel- und Vergussmassen und Holzschutzmittel. Alte Mottenkugeln enthielten Naphthalin.
Mit Inkrafttreten der Teerölverordnung werden 1991 zahlreiche Verbote und Beschränkungen erwirkt.
Wie bei der Sanierung von PCB und PCP muss bei PAK's auf die Beseitigung von Sekundärquellen geachtet werden.

Tabelle 1

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